Der Nakosite SB2433 gehört zu den günstigsten Schrittzählern auf dem Markt. Er kostet um die €20,00. Lasst euch nicht von der unverbindlichen Preisempfehlung von €40 oder von angeblichen Rabatten und Sonderaktionen beeinflussen. Dieses Teil kostet immer um die 20 €. Kommen wir jetzt zum NAKOSITE SB2433 Test.

Es handelt sich bei dem Gerät um ein typisches China Produkt. Dieses Gerät wird millionenfach in einer Fabrik in China hergestellt und dann, von einzelnen Händlern, mit einem Label versehen und unter verschiedensten Namen verkauft. Das muss nichts schlechtes sein.

Bei dem Nakosite SB2433 kommen erste Zweifel wenn man sich das Marktingsprech auf der Amazon-Seite durchlist. Dort ist folgender Satz zu finden.

VERBINDUNG: Dieses Fitness Armband verbindet sich nur durch Bluetooth 4.0 mit jedem Android 4.4 und neuer, oder jedem IOS 7.1 und neuer. AUFLADUNG: Es ist kein Ladekabel erforderlich; stecken Sie die USB Seite des Trackers einfach in eine USB Stromquelle. Eine Stunde Ladezeit hält 5-7 Tage. Warten Sie nicht! Werden Sie JETZT Aktiv! Klicken Sie auf den orangenen Knopf „IN DEN EINKAUFSWAGEN“!

Es werden also nicht mal die simpelsten Sprach-Korrekturen durchgeführt und so geht es mit dem Gerät weiter. Ich kann jetzt schon verraten, wer einen „funktionierenden“ Tracker für um die €20 sucht sollte dringend zum mi Band oder dem Yamay Tracker greifen.

Komme mit zur nächsten Mal zu den technischen Daten. Das Gerät besteht komplett aus Kunststoff. Der Fitnesstracker wiegt nur 18 Gramm was wirklich sehr leicht ist. Über die Displaygröße oder die Art des verwendeten Displays ist leider nichts bekannt.

Dieser Fitnesstracker bietet laut Werbeversprechen eine ganze Menge.
– Fitness Armband
– Activity Tracker
– Fitness Tracker
– Kalorienzähler
– Schlafüberwachung
– Distanz
– Sportuhr
– mit Lauf und Jogging App von VeryFit

Das meiste davon stimmt sogar. Das Gerät zählt tatsächlich die Schritte.
Wie funktioniert das? Das ist relativ einfach, es ist ein ein Sensor in dem Gerät verbaut der auf Bewegungen reagiert.

Nun gibt es zwei Probleme. Und diese sind in meinem Nakosite Test aufgetaucht. Das erste Problem, so ein Bewegungssensor registriert jede Bewegung. Schaut einfach mal nach, wie viel Schritte ihr während des Zähneputzens gemacht haben. Denn die Armbewegungen werden von dem verbauten Sensor als Schritte wahrgenommen und gezählt. Die meisten teureren Geräte fangen erst nach einer gewissen Zeit an Schritte zu zählen und errechnen dann, selbstständig einen Querschnitt aus den Schritten. So kommen diese Tracker zu einer relativ exakten Schrittanzahl. Wie das funktioniert habe ich hier mal beschrieben. In der Bedienungsanleitung des Nakosite SB2433 steht das erst nach einigen Sekunden begonnen wird die Schritte zu zählen. So soll ausgeschlossen werden dass einzelne Armbewegung, während man z.b. am Schreibtisch sitzt, als Schritte interpretiert werden. Leider funktioniert das nicht wirklich.

Das zweite Problem ist viel gravierender. Denn ich kann die Schrittlänge bei diesem Gerät nicht einstellen. Das bedeutet dass die zurückgelegte Entfernung nur Schätzwerte sind. Ein Mensch der 1,60 m groß hat natürlich eine andere Schrittlänge als ein Mensch der 2,10m groß ist. Wenn jetzt beide 100 Schritte machen ist die zurückgelegte Strecke von dem Menschen mit der größeren Schrittlänge natürlich weitaus höher. Das heißt, wenn ich dieses Gerät zum Sport nutze stimmt die zurückgelegte Strecke niemals. Dieses Problem kann man auf zwei Arten lösen. Teure Geräte besitzen ein eingebautes GPS Modul. Das heißt der Tracker misst anhand der GPS Daten meine zurückgelegte Strecke.

Weiterhin kann ich anhand der GPS Daten aus dem Tracker meine zurückgelegte Strecke verfolgen, Höhenunterschiede, Steigung, Spitzengeschwindigkeiten, Durchschnittsgeschwindigkeiten und so weiter ermitteln. Nur so kann man effektiv trainieren. Die zweite Möglichkeit für viele günstige Tracker die keine GPS Modul eingebaut haben. Man nimmt sein Smartphone mit. Dieses hat ein GPS Modul eingebaut. Wenn der Fitnesstracker mit dem Smartphone verbunden ist nimmt er sich die Daten vom Smartphone. Dazu muss aber die Verbindung zwischen Smartphone und Fitnesstracker gewährleistet sein. Und die App muss sauber programmiert sein damit das alles funktioniert.

Die App für das Nakosite SB2433 heißt Veryfit for heart rate und gibt es für Android und iPhone

Eine gut und sauber programmierte App ist ein Mehrwert für den Nutzer. Viele nutzen die Community Funktion dieser Apps und die sehr genaue Darstellung der einzelnen Trainingsbereiche. Bei den günstigen Fitnesstrackern funktioniert häufig die App nicht. Das liegt zu einer mangelhaften Bluetooth-Verbindung, oder an der schlecht programmierten App. Diese sind zumeist für den chinesischen Markt gedacht und in ein sehr putziges Englisch und ein noch lustigeres Deutsch übersetzt. Die App für das Nakosite SB2433 ist genau eine solche App. Es gibt es keine Möglichkeit die App mit dem Nakosite SB2433 manuell zu synchronisieren. Außerdem stürzt die App, zumindest bei mir, relativ häufig ab. Reine Glückssache ob sich die App mit dem Armband verbunden hat. Wenn eine Verbindung zustande kommt bleibt die Synchronisation häufig bei 98% stehen.

Das Bluetooth Modul in dem Nakosite SB2433 Tracker ist natürlich nicht das beste. Das heißt, die Reichweite ist sehr gering. So kann es vorkommen dass der Tracker das Bluetooth Signal vom Smartphone verliert wenn man sich einen Meter vom Smartphone entfernt aufhält. Darüber hinaus reißt die Bluetooth Verbindung immer wieder ab. Es kann auch sein dass man das Gerät immer wieder neu koppeln muss.
Das macht ihr folgendermaßen und trifft auf alle günstigen Fitnesstracker zu. Die Anleitung habe ich übrigens von der Nakosite Seite genommen. Wie man sieht ein sehr putzig übersetztes Deutsch

1. Die korrekte App (Veryfit for Heart Rate) aus dem App Store (iOS) oder Google Play Store (Android) heruntergeladen wurde.

2. Die Software auf Ihrem mobilen Gerät aktualisiert ist. Zum Überprüfen, klicken Sie Einstellungen > Allgemein > Software Update (iOS) oder Einstellungen > Über Telefon oder Über Gerät > Android Version

3. Die Bluetooth Einstellung auf Ihrem mobilen Gerät eingeschaltet ist. Zum Überprüfen, klicken Sie Einstellungen > Bluetooth (iOS) oder Einstellungen > Verbindungen > Bluetooth(Android)

Hinweis: Tracker funktioniert nur mit Bluetooth 4.0 für Android 4.4 oder IOS 7.1 und neuer

4. Ihr mobiles Gerät keine anderen Bluetooth Verbindungen verwaltet. Bestimmte Unterbrechungen werden durch bekannte iOS, Android und Bluetooth Einschränkungen verursacht. Bitte kontaktieren Sie das Supportteam Ihres mobilen Geräts.

5. Wenn Sie mehr als ein Bluetooth Telefon oder Tablet nutzen, dann versichern Sie sich, dass sich das andere beim Synchronisieren nicht in der Nähe befindet (oder das Bluetooth deaktiviert ist)

6. Zuletzt, versichern Sie sich, dass die Batterie Ihres Trackers nicht super niedrig ist

Kommen wir mal zur Schlafüberwachung beim NAKOSITE Test. Hier muss ich sagen, dass auch die Schlafüberwachungs-Funktion nur sehr eingeschränkt funktioniert. Zumeist kommen wirkliche Fantasiezahlen raus. Mal habe ich zwei Nächte in Folge gar nicht geschlafen, mal habe ich zwei Stunden geschlafen und es kam auch vor dass ich 14 Stunden geschlafen habe obwohl ich eigentlich immer dieselbe Anzahl Stunden nächtige.

Gibt es denn auch was gutes über das Band zu sagen? Ja, das Band ist gut verarbeitet. Das Display ist ausreichend hell. Die Möglichkeit sich über neue Nachrichten, Emails, Anrufe etc. benachrichtigen zu lassen ist sehr schön. Wenn es denn funktioniert. Dazu muss die Bluetooth Verbindung bestehen und das tut sie häufig nicht, wie oben beschrieben. Der Akku hält 5-7 Tage und wie üblich bei diesen China-Trackern wird das Gerät an einem USB-Port aufgeladen. Dazu zieht man eine Seite des Armbandes vom Tracker und hervor kommt ein USB Stecker. Übrigens, das Gerät scheint nicht nach zumindest IP67 zertifiziert zu sein. Es wird zwar als Wasser resistent beworben, einzig die Zertifizierung fehlt. Duschen oder gar schwimmen kommt damit nicht in Frage.

Ist das Nakosite SB2433 also teurer Elektroschrott? Nein, es kostet nur €20 und dafür ist es recht spaßig. Wer es allerdings nutzen möchte um Sport zu treiben. Finger weg.

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